2024: Interkulturelles – PANNONISCHER LIEDERABEND

Mit: KINGA ALTORJAY *** ELISABETH PRATSCHER *** LISA ROMBACH *** MELINDA STOIKA
Begrüßung und Moderation – MARKO ZVONARICH
Auf dem Gebiet des heutigen Burgenlandes, ehemals Westungarn, wird seit Jahrhunderten in vier verschiedenen Sprachen gesprochen, gesungen, gefeiert, getrauert,… gelebt. Dieser kulturelle Reichtum ist einzigartig in Österreich und macht den besonderen Reiz des jüngsten österreichischen Bundeslandes aus. Vier wunderbare Sängerinnen mit ihren kongenialen Begleiter:innen stellen an diesem besonderen Liederabend mit Liedern in vier Sprachen die kulturelle Vielfalt der gemeinsamen Region dar.
KINGA ALTORJAY – Sopran
Klavierbegleitung: Tóthné Emőke Rázó

Geboren in Szeged/Ungarn.
Gesangsausbildung ebendort im Konservatorium und auf der Musikhochschule Stuttgart bei Prof. Sylvia Geszty.
Als freischaffende Künstlerin gesungene Opernrollen:
JELENA/ „Nikola Subić Zrinski“ – Ivan Zajc
TATJANA/ „Jevgenij Onegin“ – Pjotr Tschaikovsky
VIOLETTA/ „La Traviata“ – Giuseppe Verdi
GRILETTA/ “Der Apotheker” – Joseph Haydn
Außerdem ist sie mit zahlreichen Oratorien und bei Liederabenden aufgetreten.
Auftritte absolvierte sie sowohl mit Klavier- als auch mit orchestraler Begleitung in ihrer Heimat in Sopron, Budapest, Szeged sowie im Burgenland, Italien, Kroatien, der Ukraine und in Brasilien.
ELISABETH PRATSCHER – Sopran
Klavierbegleitung: Justin Ramon Kodnar

Die österreichische Sopranistin absolvierte ihr Gesangsstudium an der Musikuniversität Wien. Die Sängerin ist vielfach ausgezeichnet, so mit dem 1. Preis des Emmerich-Smola Förderpreises 2015, dem Mozart-Preis der „Accademia Belcanto Graz“ und Preise bei „Competizione dell‘ Opera“ und dem Dostal-Operettenwettbewerb. Als Konzertsängerin war sie in Europa und China zu hören. Sie sang die Sopranpartie in Mahlers 4. Symphonie unter Adam Fischer und die 2. Sopranpartie in Mahlers 8. Symphonie unter Emil Tabakov. Konzerte im Wiener Musikverein (goldener Saal), im Haydnsaal Schloss Esterhazy, im Konzerthaus Wien, im Brucknerhaus Linz, in der Opera Malmö, im Grand Theatre Shanghai, in der Alten Oper Frankfurt und im Daegu Opera House. Hinzu kommen Auftritte bei Opern- und Operettenfestivals in St. Margarethen (2006-2014), beim j:Opera Festivalsommer (Sebastian Weigle), bei OperKlosterneuburg, in der Kammeroper München und Gastengagements an der Oper Graz. Sie ist Gesangsdozentin beim künstlerischen Basislehrgang Oberschützen und an der Joseph Haydn Privathochschule in Eisenstadt.
LISA ROMBACH – Sopran
Klavierbegleitung: Justin Ramon Kodnar

Die Wiener Sopranistin mit burgenländischkroatischen Wurzeln Lisa Rombach wuchs umgeben von frisch geleimten Stradivaris und dem Klang burgenländischer Volksgesänge auf. Mit ihrer lebendigen Gestaltungskraft als vokale Geschichtenerzählerin erweckt sie zeitgenössische Opern und Vokalwerke zum Leben und teilt so ihre Leidenschaft für die Magie des Klangs und der Geste. Ihre große Liebe gilt der Kammermusik, die für sie, von Kindesbeinen an, ein direkter Pfad zu inneren Welten und gefühlvoller Kommunikation ist. Als gefragte Kammermusikpartnerin hat Lisa Rombach mit renommierten Ensembles wie dem Aaron Quartett, dem Merlin Ensemble und dem Clemencic Consort zusammengearbeitet.
Ihre künstlerische Bandbreite spiegelt sich in verschiedenen Aufnahmen wider, darunter die CD mit Liedern burgenländischer Komponisten, eingespielt gemeinsam mit dem Pianisten Eduard Kutrowatz in Raiding. Besonders hervorzuheben ist ihre mehrfach ausgezeichnete Interpretation von Stanley Grills Vertonung von Rilkes „Erste Elegie“. Im aktuellen Jahr widmet sie ihre Aufmerksamkeit neuen Projekten, darunter die Vertonung symphonischer Lieder von Stanley Grill mit der Kammerphilharmonie Pardubice. Ebenso steht die Veröffentlichung ihrer zweiten Gramola-CD mit dem Pandolfis Consort bevor, welche Kantaten von Christoph Graupner zum Leben erweckt – ein Repertoire, das zuletzt beim Bach Festival 2023 in Gliwice unter großem Erfolg erklungen ist.
MELINDA STOIKA
Klavierbegleitung: Tibor Barkoczy

Von ihrem Vater, dem Jazz-Pianisten Tibor Barkoczy gefördert, begann Melinda Stoikas Musik- und Bühnenausbildung bereits im Kindesalter. Ab ihrem sechsten Lebensjahr bekam sie Klavier- und Ballettunterricht und spielte diverse Rollen an der Ungarischen Staatsoper und im Operettentheater Budapest. 1987 zog ihre Familie mit ihr nach Wien. Während ihrer Ausbildung zur Modedesignerin startete sie im Alter von 16 Jahren ihre musikalische Karriere als Sängerin im Wiener Hotel Marriott zusammen mit Louie Austen begleitet von der Jazzband ihres Vaters. Nach diversen Tourneen mit dem österreichischen Gitarristen Harri Stojka produzierte sie 2003 mit der Formation Deephousemafia ihre erste Single „Let me know“, die auch in London, Paris und Los Angeles für Aufmerksamkeit sorgte. Im Jahr darauf war Melinda Stoika maßgeblich an der Gründung der Formation DelaDap beteiligt, mit der sie zehn Jahre lang als Sängerin auf Tour war und bis heute die Songwriterin der Band ist. Als eine bei zahlreichen hochwertigen Musikprojekten und Events als DJ, Vokalistin und auch als Werbejingle-Komponistin und Produzentin gefragte Künstlerin, arbeitet Melinda in dieser Zeit auch an ihrer musikalischen Vielseitigkeit und an der Perfektion ihres persönlichen Stils.
TÓTHNÉ EMÖKE RÁZÓ

Geboren 1973 in Sopron, Ungarn.
Als 8-jähriges Mädchen hatte sie bereits den Wunsch Pianistin zu werden. Die Grundausbildung am Klavier bekam sie an der Soproner Musikschule. Danach genoss sie ihre weitere Ausbildung an der Musikakademie in Győr, wo sie an zahlreichen Wettbewerben mit viel Erfolg teilgenommen hat. Nach den Studienjahren kehrte sie zurück nach Sopron, wo sie seitdem in der Musikschule als Klavierprofessorin tätig ist. Gleichzeitig gibt sie Konzerte als Solistin ebenso wie als Korrepetitorin überall in Ungarn und auch in Österreich. Sehr oft tritt sie auch im Theater auf. Tóthné Emöko Rázó ist in jeder Musiksparte zu Hause und arbeitet schon viele Jahre mit Kinga Altorjay zusammen.
JUSTIN RAMON KODNAR

1993 in Oberpullendorf geboren und aufgewachsen besucht Justin Ramon Kodnar ab seinem Volksschuleintritt die örtliche Musikschule, um sich an den kreativen Klängen des Klaviers, der Geige und des Schlagwerks zu bilden. Nach einem zweieinhalbjährigen Klavier-Vorstudium am Eisenstädter Konservatorium bricht er die Ausbildung zum Konzertpianisten ab und widmet sich an der TU Wien seiner anderen Leidenschaft Mathematik. Seit 2021 ist er freiberuflich in den kreativen Sparten Musik – unter anderem als Komponist, Arrangeur, Korrepetitor und Orchesterleiter – sowie Videoproduktion tätig.
TIBOR BARKOCZY

Tibor Barkoczy (* 1952 in Budapest, Ungarn) ist ein ungarischer Jazzpianist und -komponist. Seit den 1980er-Jahren lebt und arbeitet er überwiegend in Wien. Tibor Barkoczy lernte bereits im Alter von sechs Jahren, Klavier zu spielen. Mit 12 Jahren begann er ein klassisches Klavierstudium an der Budapester Liszt Akademie. Während der klassischen Ausbildung entdeckte Tibor Barkoczy seine Leidenschaft für Jazz. Diese verfolgte er mit einem Jazz-Abschluss am Bela-Bartok-Jazz-Konservatorium in Budapest, welche er 1974 mit Auszeichnung abschloss. Die Musik von Tibor Barkoczy ist eine vielfältige Mischung – er lässt sich durch verschiedene Genres wie Jazz, Popmusik, Funk oder Soul inspirieren und interpretiert diese bei seinen Auftritten stets neu. Er ist für seine schwungvollen Jazz-Interpretationen bekannt.
